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"shorts on screen 06"-Sieger

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Geschrieben 25. Januar. 2006, 12:05 Uhr

Aus einer Presseaussendung:

Zitat

"shorts on screen 06": Die Sieger des ORF-Kurzfilmwettbewerbs

Wien - Die vierte Runde von "shorts on screen", des im Jahr 2002 initiierten Kurzfilmwettbewerbs des ORF und der Kulturabteilungen der Länder, ist abgeschlossen, die Sieger stehen fest. Diesmal waren talentierte Nachwuchsfilmer zwischen 16 und 25 Jahren dazu eingeladen, sich in den beiden Kategorien "shorts on screen 06 - PreisträgerInnen" (mit Arbeiten bis maximal zehn Minuten Länge oder zwei Filmen von je maximal drei Minuten Länge) und "shorts on screen - Zukunftsvision 2020" (mit Arbeiten bis maximal fünf Minuten Länge) auf innovative und kreative Weise mit dem Genre Kurzfilm auseinander zu setzen. Insgesamt gingen Ende vergangenen Jahres 210 Beiträge ein, dreißig davon waren "Zukunftsvisionen 2020", die einen Ausblick auf den möglichen Zustand der Welt in 15 Jahren geben. Die fünfköpfige Jury - bestehend aus Florian Flicker (Regisseur, Drehbuchautor), Nicole Baier (Jugendfilmfestival "Die Klappe", Salzburg), Nora Schlocker (Regisseurin, Preisträgerin "shorts on screen 04"), Sebastian Hofer (Journalist) und Karl Khely (ORF-Kulturredaktion) - hat pro Bundesland einen "shorts on screen 06"-Preisträgerfilm (in Niederösterreich diesmal zwei erste Plätze ex aequo) bzw. einen Gesamtsiegerfilm der Kategorie "Zukunftsvision 2020" ermittelt. Der österreichweite Gesamtsieger "shorts on screen 06" wird erst bei der Preisverleihung am 23. März bei der Diagonale in Graz bekannt gegeben. Das Festival des österreichischen Films (heuer vom 21. bis 26. März) ist zum fixen Forum für "shorts on screen" geworden und bildet traditionellerweise den Rahmen für die erste offizielle Präsentation und Prämierung der gekürten Nachwuchsfilmer und ihrer Werke. Die siegreichen Beiträge werden in weiterer Folge im ORF (am 26. März) zu sehen sein bzw. an in- und ausländischen Filmfestivals teilnehmen.

Entdeckte Nachwuchstalente bereits im ORF-Einsatz

Dass die österreichische Nachwuchsfilm-Initiative "shorts on screen", die das Ziel verfolgt, neue Talente zu entdecken und professionell zu unterstützen, insgesamt ein Erfolg ist, zeigen diverse neue Projekte früherer Wettbewerbsteilnehmer bzw. -gewinner: So arbeitet Martin Nguyen, der Wiener bzw. Gesamtsieger von "shorts on screen 04", bereits an einer vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens unterstützen Kinodokumentation mit dem Titel "Ich muss Dir was sagen" über das Heranwachsen eines dreijährigen Zwillingspaares, von dem ein Kind gehörlos ist. Die TV-Ausstrahlung wird im Rahmen des ORF-Kulturprogramms erfolgen. Bereits zum zweiten Mal führte Arash T. Riahi, Niederösterreich- bzw. Ex-aequo-Gesamtsieger von "shorts on screen 05", Regie bei der ORF-"Sendung ohne Namen" (am Donnerstag, 26. Jänner on air) Regie.

Die "shorts on screen 06"-Preisträger und ihre Projekte im Überblick

Wien
1. Preis: "Sleepwalk" von Markus Edelmann (Jahrgang 1986, Student der Theater-, Film- und Medienwissenschaften) - 6 Minuten 27 Sekunden Der Film schildert die selbstironische Odyssee eines jungen Schlafwandlers durch die Nacht einer Großstadt.

Niederösterreich
1. Preis: "ra(s)tlos - GET LOST" von Judith Magdalena Glinz (Jahrgang 1984, arbeitet im sozialpädagogischen Bereich) und Joseph Hofmarcher (Jahrgang 1982, absolviert derzeit den Zivildienst beim Roten Kreuz) - 5 Minuten
Ein Mädchen läuft und läuft ..: der Film spiegelt mit starker Bildsprache das Abbild eines inneren Seelenzustandes, die Überforderung durch ständige Beschleunigung unseres Lebens.

ex aequo mit:

"Game of Life" von Gerhard Daurer (Jahrgang 1983, Student an der Fachhochschule Salzburg/Multimediaart) - 8 Minuten 30 Sekunden Ein Animationsfilm über eine existenzphilosophische Thematik, visuell überzeugend umgesetzt.

Burgenland
1. Preis: "Me on the Couch" von Georg Csarmann (Jahrgang 1989, besucht die siebente Klasse des Gymnasiums Eisenstadt) - 4 Minuten 32 Sekunden
Im Beitrag bemüht sich der Protagonist in mehreren Telefonanrufen vergeblich um ein Date für den Abend.

Oberösterreich
1. Preis: "Tierliebe" von Martin Pühringer (Jahrgang 1986, absolviert derzeit seinen Zivildienst, war bereits 2003 "shorts on screen"-Preisträger für Oberösterreich) - 10 Minuten
Das spannende Porträt einer Katzenmutter zeigt, wie ihr die Katzen zulaufen und dann auf mysteriöse Weise wieder verschwinden.

Salzburg
1. Preis: "2019>2020" von Maria Otter (Jahrgang 1985, Studentin an der Fachhochschule Salzburg) - 6 Minuten 18 Sekunden
Der Film schildert den Jahreswechsel 2019/2020 im Bunker, als schwarz-weißes Kammerspiel, mit feinem Witz inszeniert.

Tirol
1. Preis: "life goes on" von Florian Hausberger (Jahrgang 1981, Student der Fachschule Hagenberg/Digitale Medien) - 3 Minuten 20 Sekunden
Die in 2-D gestaltete Animation erzählt die Geschichte einer Figur, die sich scheinbar hilflos durch den Alltag einer zunehmend ausufernden Welt bewegt.

Vorarlberg
1. Preis: "Virtual Reality" von Daniel Lindner (Jahrgang 1986) und Simon Wackerle (Jahrgang 1989; beide Schüler der Medienabteilung der HTL Ortwein) - 4 Minuten

Kärnten
1. Preis: "Echos" von Alexandra Mitsche (Jahrgang 1981, Absolventin der Wiener Kunstschule) - 7 Minuten 14 Sekunden
Sehr schön gezeichneter und sprachlich lebendig gestalteter Animationsfilm über ein Wiener Wohnhaus, in dem die Verdächtigungen im Zusammenhang mit einem abwesenden Bewohner schließlich eskalieren.

Steiermark
1. Preis: "Euthanasia (almost beyond)" von Claus Prinz (Jahrgang 1980, Student der Psychologie) - 10 Minuten
Ein junger Mann wartet auf seine Rächer, die ihn töten wollen: Ein atmosphärisch dichter Film.

"Zukunftsvision - 2020" - Die Sieger:

Leonie Wieser (Regie und Kamera), Amira Ben Saoud (Drehbuch) und Angelika Adensamer (Schnitt) - alle drei Jahrgang 1989 und Schülerinnen des Akademischen Gymnasiums in Wien
Der zwei Minuten 40 Sekunden lange Film zeigt einen Ausweg aus der Langeweile in einer zukünftigen Welt, in der alle alles haben können.

Weiters erhalten insgesamt vier beachtenswerte Kurzfilme beider Kategorien lobende Erwähnungen bzw. eine spezielle Auszeichnung der Jury.

"shorts on screen 06" - Die Preise

Prämiert werden die "shorts on screen-Preisträger 06"- mit einer individuell abgestimmten Ausbildung oder einem Preisgeld von 2.700 Euro pro Bundesland, das von den Kulturabteilungen alternativ zur Verfügung gestellt wird. Wettbewerbspartner im Bereich der Ausbildung sind die Filmakademie Wien und andere österreichische Fachinstitutionen. Erstmals konnten aber auch österreichische Produzenten für eine Zusammenarbeit gewonnen werden bzw. bietet die ORF-Technik interessierten Preisträgerinnen und Preisträgern an, eine Produktion zu begleiten. Der Gesamtsieger erhält ebenfalls - erstmals - ein Preisgeld in der Höhe von 2.700 Euro. Der Sieger-"short" in der Kategorie "Zukunftsvision 2020" wird mit einem von Sony und ORF zur Verfügung gestellten High-Definition 1080i Camcorder im Wert von 4.000 Euro ausgezeichnet.

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