Soundtrack? gema? akm?
#1
Geschrieben 25. April. 2005, 18:15 Uhr
selber machen? machen lassen? oder einfach tracks nehmen von irgendjemanden?
#2
Geschrieben 25. April. 2005, 20:35 Uhr
#3
Geschrieben 26. April. 2005, 15:57 Uhr
#4
Geschrieben 26. April. 2005, 20:05 Uhr
Für viele meiner (vorallem älteren Kurzfilmchen) habe ich fertige Musik genommen, meist war das GEMA-Mukke. Ich denke für Minifilmchen die meist nur im Bekanntenkreis herumwandern, ist das "ned so schlimm".
Seit etwa einem Jahr habe ich aber auch angefangen die Musik selber zu machen, leider klingt die dann nicht so professionel.
#5
Geschrieben 27. April. 2005, 16:43 Uhr
und dann gehören einem die filme wirklich selbst und man kann sie wo auch immer und sooft man will herzeigen.
#6
Geschrieben 15. Mai. 2005, 02:10 Uhr
B)
#7
Geschrieben 15. Mai. 2005, 07:46 Uhr
El Mariachi sagte am 15.May.05 - 03:10:
B)
ob du dich da nicht vertust.
würde da aufpassen. denn sobald du ein lied praktisch "öffentlich" vorführst musst du gebühren zahlen bzw einverständnis vom komponisten haben.
#8
Geschrieben 15. Mai. 2005, 08:23 Uhr
Und es ist ja auch erlaubt Musik von Künstlern zu verwenden, die schon seit über 70 Jahre tot sind. Also Musik von Mozart, Beethoven & Co. is praktisch Gema frei.
#9
Geschrieben 15. Mai. 2005, 14:26 Uhr
Marc sagte am 15.May.05 - 09:23:
Du kannst dir die Notenblätter besorgen und es selber einspielen. Dann ist es legal, Musik zu verwenden, die min. 70 Jahre alt ist. Aber man kann beispielsweise nicht einfach eine Mozart-CD nehmen und die Mucke verwenden, weil dann das Recht bei dem Orchester liegt, das die Stücke eingespielt hat. Am besten ist es, wenn man es komplett selber macht. Denn bei uns in Deutschland ist es auch illegal, Musik zu nehmen, wenn man die Filme nicht verticken will. Es genügt schon, den Film als Download zu veröffentlichen. Schon das ist illegal, weil der Film ja einer Öffentlichkeit angeboten wird.
#10
Geschrieben 29. Mai. 2005, 17:11 Uhr
Natürlich wird das ordentlich mit Credits und einem eigenen Logo im Vorspann des Films gewürdigt. Geld können wir dafür aber nicht ausgeben...den wir haben keins :wein:
#11
Geschrieben 03. Juni. 2005, 08:28 Uhr
solange ihr kein geld damit verdient, und das in eurem kreis ist, wird da keiner schreien, wenn ihr irgendwelche geschützten quellen nehmt.
aber ich will auch versuchen, selbst zu komponieren, allerdings weiß ich noch nicht, wie ich mein klavier gut aufnehmen könnte ^^
#12
Geschrieben 03. Juni. 2005, 13:28 Uhr
Zitat
genau das ist das problem. es wollen ja viele auch einen download auf der website anbieten. da würde ich eher aufpassen.
klar wenn man das video unter freunden/verwandten weitergibt/herzeigt ist es sicher nocht so dramatisch.
#13
Geschrieben 07. Juni. 2005, 08:17 Uhr
Was die befreundeten Bands betrifft - das ist bis dato noch das Vernünftigste. Aber selbst da sollte man einen Vertrag aufsetzen. Es könnte nämlich sein, dass die Band (oder auch nur das Band-Mitglied, das die Lieder komponiert) irgendwann einmal bei der GEMA (oder bei der AKM bzw. Austro-Mechana) unterschreibt - und dann ist es für den Filmemacher gut, wenn er beweisen kann, dass das mit der für den Film verwendeten Musik bereits vor dem GEMA-Eintritt passiert ist.
Zitat
@ Marc: Das ist natürlich auch super, wenn man so jemanden hat. Aber auch hier muss man darauf achten, ob der Musiker bei der Gema eingetragen ist. Er mag ja dezitiert für Deinen Film komponieren und sogar Geld dafür bekommen. Aber selbst wenn das so eine Sache zwischen Euch ist - wenn der Künstler bei der Gema eingetragen ist, bekommt auch die Gema von Euch was.
Eine weitere Möglichkeit, die vor allem für Filmemacher interessant sein dürfte, die ihre Filme nicht verkaufen (was ja, wie ich annehme, bei den meisten von uns hier der Fall ist), ist das relativ neue Creative Commons - Some Rights Reserved. Bei den Independent Days in Karlsruhe war darüber ein Vortrag. Sehr interessant. Die Vortragende hat gemeint, dass nur 3 Prozent aller geschaffenen Kunst kommerziell verwertet werden. D.h. dass quasi 97 Prozent aller Kunstwerke (Film, Musik, Skripten, etc.) brach liegen. Creative Commons (kurz CC) soll nun ermöglichen, dass auch diese Kunst an die Öffentlichkeit kommt.
Nehmen wir einmal einen Musiker, der einen Song geschrieben hat. Den möchte er nun zur Verfügung stellen. Er geht auf die Creative Commons-Site und findet dort verschiedene Bausteine bzw. Lizensen vor.
Der Musiker möchte auf jeden Fall, dass sein Name genannt wird. Er kann auch wählen, ob z.B. ein anderer Musiker seinen Song verändern kann oder nicht - und er bestimmt auch, ob man das Ganze für ein kommerzielles Projekt verwenden darf oder nicht. (Meistens wohl eher nicht, aber, wie gesagt - bei unseren Projekten geht es ja größtenteils nicht ums Geld).
Nun nehmen wir an, dass ein Filmemacher Musik für sein Werk sucht. Er findet im Netz das Lied des obangeführten Musikers, ist mit den Bedingungen (die er im Netz sieht, wie eben die nicht-kommerzielle Nutzung) einverstanden - und kann das Lied - ohne vorher noch einmal nachzufragen - verwenden.
Das Ganze hört sich in der Tat recht nett an - doch natürlich ergeben sich da noch einige Fragen, die beim Vortrag nicht so richtig geklärt werden konnten. Es fehlte erstens die Zeit, zweitens auch die rechtliche Erfahrung (wie gesagt, das System ist relativ jung).
Das Hauptproblem, wie die Vortragende es erläuterte, ist im Unterschied zwischen US- und EU-Auffassung zu finden. In den USA, von wo ja das CC-System kommt, kann ein Künstler all seine Rechte an einem Kunstwerk abtreten. In Europa bleibt es weiterhin das geistige Eigentum des Künstlers. Auch wurde folgender theoretischer Fall aufgeworfen: Was ist, wenn ein Künstler, der bei der Gema ist, einen seiner Songs unter das CC stellen und somit nicht kommerziell verwerten will? Derzeit arbeitet die Gema noch an einem Regelwerk, welches das CC berücksichtigen soll.
Wie gesagt, das Ganze ist relativ frisch - und ich habe mich noch nicht so hineingetigert, als dass ich sattelfest wäre. Aber für einige Filmemacher ist das sicher eine interessante Alternative. Also, sucht und lest nach - vielleicht findet Ihr etwas.
Weiterführende Links:
- http://creativecommons.org/ (engl.)
- http://commoncontent.org/ Content-Sammlung (engl.)
- http://www.creativecommons.at (dt.)
- http://de.wikipedia....reative_Commons dt. Erklärung im Wikipedia
#14
Geschrieben 07. Juni. 2005, 18:59 Uhr
ja wäre wirklich super wenn du zu dem thema eine zusammenfassung schreiben könntest. danke!
ja von Creative Commons - Some Rights Reserved habe ich schon gehört wäre auch für filme macher eine interessante sache ich werde mich da mal genauer informieren ob das auch was für mein team wäre.
d.h. du empfiehlst immer einen vertrag zu machen zw. filmer und musiker/komponist.
damit man praktisch sicher gehen kann mit der musik das machen zu können was man will.
wie sieht es aus wenn der musiker nicht an die gema/akm zahlt/eingetragen ist?
Dieser Beitrag wurde von Mr.S bearbeitet: 07. Juni. 2005, 19:19 Uhr
#15
Geschrieben 08. Juni. 2005, 11:15 Uhr
Mr.S sagte am 7.Jun.05 - 18:59:
Nun, Du weißt nicht, ob der Künstler sich nicht doch einmal entschließt, sich bei der AKM oder GEMA einzutragen, oder? So kann man beweisen, dass man eine Vereinbarung mit dem Künstler hat, die noch vor dem Eintritt des Künstlers in die GEMA datiert.
Ich habe von einem Fall gehört, da hat jemand seine Musik einem Filmemacher zur Verfügung gestellt und Jahre später sich bei der Gema angemeldet. Es gab, glaube ich, nichts Schriftliches zwischen Musiker und Filmemacher - und der Filmemacher hat dann bei jeder Neuauflage der Film-DVD den Komponisten um Erlaubnis bitten müssen, dass er 1.000 Stück produzieren darf - und dass das eben aufgrund einer mündlichen Vereinbarung vor Gema-Eintritt des Künstlers basiert. Leider kann ich mich nicht mehr genau an die Einzelheiten erinnern (was natürlich bei so einem heiklen Thema blöd ist).
#16
Geschrieben 08. Juni. 2005, 18:24 Uhr
also wäre es ratsam einfach etwas zw. komponist und filmemacher schriftlich festzuhalten, damit man im falle, des falles was in der hand hat.
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