Drehbuch Form, Länge, usw
#1
Geschrieben 01. Januar. 2005, 22:02 Uhr
habe aus jux angefangen ein "drehbuch" zu schreiben, mittlerweile sinds schon "stolze" 56 seiten. da ich mich noch nicht in die materie eingearbeitet habe, wollt ich hier mal fragen:
-wie sehen eure Drehbücher in der Form aus (schrift, größe, etc?)
-odernet man dialoge an oder beschreibt reine spielszenen ohne text?
-wie viele seiten haben eure bücher bei welcher Spieldauer? 90-100 Minuten sind mein ziel. (umsetzung allerdings noch offen, meine "ambitionen" werden in meinem freundeskreis eher belächelt...)
wäre sehr cool wenn mir jemand evtl ein muster schicken könnte...
mfg
Han
#2
Geschrieben 01. Januar. 2005, 22:11 Uhr
schriftgrösse 11pt verdana.
unser aktuellsten projekt beträgt ca. 80min laufzeit ohne bonusmaterial und das drehbuch hat 33 seiten.
weitere fragen kann dir sicher mr.r oder mr.sr beantworten.
#3
Geschrieben 02. Januar. 2005, 10:19 Uhr
seit unseren projekt "gansgters" beschreiben wir auch die kameraeinstellung für jeden take.
hier ein kurzer ausschnitt aus dem drehbuch wie das ganze aussieht:
----------
Mr. Kane: Dann viel Glück.
[Cut]
[von draußen, Kamerafahrt von vorne, alle Gangster zu sehen] (Kameraeinstellung und fahrt mit dolly, (für unsere regie verständlich))
Frank verlässt gerade die Scheune und geht auf seine beiden Freunde zu.
John: Wie ist es gelaufen?
Frank: Alles in Ordnung. Der Auftrag klingt nach leicht verdientem Geld.
(Jack gibt Franke seine Pistole zurück. Frank steck sie im Gehen in seinen Gürtel.)
[Cut]
------------
unsere drehbücher heben umsomehr seiten umso mehr dialoge drin sind, denn die nonverbalen einstellungen fallen in der beschreibung kürzer aus-.
wichtig ist allein dass du dich beim dreh daran erinnerst was du dir beim schreiben vorgestellt hast.
#4
Geschrieben 02. Januar. 2005, 16:17 Uhr
http://www.fuckophan...iptbeispiel.txt
(am besten in courier new, schriftgröße 10 angucken. sonst siehts scheiße aus)
#5
Geschrieben 02. Januar. 2005, 18:23 Uhr
also im schnitt ist eine seite ( angesprochene formalien sind eben zu beachten ) gleichbedeutend mit einer minute im film. wenn du aber viele dialoge hast, oder aber viele regieanweisungen wird das ganze verhältnis dementsprechend verschoben.
ne formel gibt's nicht.
k
#6
Geschrieben 02. Januar. 2005, 20:03 Uhr
#7
Geschrieben 28. Januar. 2005, 10:13 Uhr
kameraeinstellungen eigentlich nur wenns mir wichtig ist.
ich finds ziemlich übersichtlich so, aber grundsätzlich ist es egal. das drehbuch von "der pate" sieht beispielsweise ganz anders aus als das von "el mariachi"
aber gut, der pate ist älter... oder einfach von unprofessionellen geschrieben zum download aus dem internet. ... schweife scho wieder ab *mist*
lg
#8
Geschrieben 30. Januar. 2005, 18:55 Uhr
#9
Geschrieben 31. Januar. 2005, 15:17 Uhr
ADelefant sagte am 28.Jan.05 - 10:13:
lg
und wo kann man das downloaden?
meist sind es ja nur von fans geschriebene bücher die den film gesehen haben.
#11
Geschrieben 29. Mai. 2005, 17:41 Uhr
Ich schreibe das Drehbuch im "Hollywoodformat". Warum? Das Programm formatiert alles automatisch für mich, und wenn man Dialoge oder einzelne Sätze ändert muss man nicht selber nachformatieren. Außerdem gibt es im Programm eine Möglichkeit Szenenanweisungen mitauszudrucken oder nicht, genauso die Soundinformationen...das ist einfach ziemlich praktisch..
#12
Geschrieben 31. Mai. 2005, 10:52 Uhr
http://www.movie-college.de/filmschule/dre...h/schreiben.htm
Bin da jetzt schon auf 37 Seiten und es werden noch mehr bis meine Geschichte ein Ende findet.
#13
Geschrieben 19. Juli. 2005, 18:18 Uhr
Kameraeinstellungen und sonstige Anweisungen sind im Buch nicht die Regel. Das ist Aufgabe des Kameramannes und wird vorher in einer Einstellungsliste festgelegt, bzw. im Storyboard fixiert.
Ich arbeite bei Spielfilmen so, das erst das Konzept entworfen wird. Exposition im 1. Akt, Plotpoint, 1. Teil 2. Akt, zentraler Punkt, 2.Teil 2. Akt, Plotpoint, 3. Akt - Ende.
Durch das durchhangeln in Stichwörtern fürs Konzept kann ich sehen, ob jede dramaturgische Entwicklung und Nebenplots sinn ergeben und sie mühelos verteilen.
Schreibe nie ein Drehbuch direkt in die Form hinein, sondern drösel immer aus dem Groben ins Drehbuch.
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